Die Experimentier-freudige
schreiben als konstante
„Du willst Abitur machen? Du kannst ja nicht einmal richtig Deutsch!“ Dieser Satz unseres Nachbarn klingt mir noch heute in den Ohren nach. Er spielte darauf an, dass ich meine Erzählungen zu Schulzeiten auf Rheinhessisch vortrug, dem Dialekt der Region, in der ich geboren und aufgewachsen bin. Mein Autorenleben stand anfänglich unter einem schlechten Stern, zumal ich auch die Orthografie sehr offen auslegte. Ich glaubte jedoch fest daran, zur Geschichtenerzählerin geboren zu sein. Jede Alltagsgeschichte, die sich in meinem Kopf verfing, wurde zur Heldensaga. Das Umfeld wurde zum Publikum.
Meine zweite Leidenschaft ist das Reisen. Schon im Alter von zwei Jahren bin ich meiner Neugier gefolgt, habe allerdings den Ausbruch durch die Terrassentür – nach einem Sturz ins leere Schwimmbecken – mit einer Gehirnerschütterung bezahlt. Der Grundstein für den unerschütterlichen Eroberungsdrang war dennoch gelegt. Inzwischen habe ich mehr als sechzig Länder auf vier Kontinenten bereist. Unterwegs habe ich Hunderte Tagebuchseiten gefüllt. Sie sind die Basis meiner Reisegeschichten.
Meine dritte Leidenschaft sind die Naturwissenschaften. Als promovierte Biologin lässt es mich nicht kalt, dass die Klimakrise politisch und gesellschaftlich – wider besseres Wissen – keine zentrale Rolle spielt. Mit Blick auf die Länder, die ich bereist habe, treibt es mich um, dass der Lebensraum für viele Spezies immer kleiner wird.
Selbst in Europa häufen sich inzwischen die Naturkatastrophen wie Hochwasser, Stürme und verheerende Brände. Der Klimaschutz ist daher tief in meinen Werken verankert.
Mir ist besonders wichtig, aufzuzeigen, dass es keinen Grund gibt, sich vor dem zu fürchten, was uns fremd ist. Meine Reisen haben mich in traumhafte Landschaften geführt, aber viel mehr noch zu Menschen und Kulturen hingeleitet, die den Blick auf die Welt und mein eigenes Leben verändert haben. Daher komme ich mit Strömungen ganz schlecht zurecht, die Minderheiten ausgrenzen, bunte Vielfalt in unserem Land als Bedrohung brandmarken und als einzige Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit die Rolle rückwärts anstreben. Als Oma gegen Rechts(extremismus) engagiere ich mich für Demokratie und eine offene, vielfältige Gesellschaft, die respektvoll miteinander umgeht und die Würde des Einzelnen respektiert.
Als Kommunikationsberaterin bin ich sensibel dafür, dass wir gerade den friedlichen Diskurs verlernen, der für Demokratien zwingend erforderlich ist. Statt Austausch im gegenseitigen Respekt ist – insbesondere im digitalen Raum – Hass, Hetze und Empathielosigkeit en vogue, weil dies mit Aufmerksamkeit belohnt wird. Ich plädiere dafür, wieder Räume zu öffnen, in denen wir für das Gespräch und das Zuhören offen sind. Deshalb biete ich regelmäßig Lesungen an, auch als private Veranstaltungen.
Im neugierigen, offenen Entdecken steckt schließlich auch das Potenzial, am Ende bei sich selbst anzukommen. Das ist wohl das größte Abenteuer von allen!
Du möchtest noch mehr über mich erfahren? Dann stöbere gerne im Pressebereich. Dort habe ich einige Fragen, die mir immer wieder gestellt werden, ausführlich beantwortet.