Gedanken zum Tag der Deutschen Einheit 2025 von Heidi Metzmeier

Zum Tag der Deutschen Einheit

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🎶🎶🎶🎶🎶🎶
Einsamkeit und
Rechts und
Feigheit
hier im deutschen Vaterland…

So lautete aktuell der Beginn der Nationalhymne, wenn wir ehrlich wären, denn wir sind uns abhanden gekommen, wir Deutschen aus Ost und West.

Die vielbeschworene Wiedervereinigung war eine Mogelpackung für beide Seiten. Den einen hat man Freiheit versprochen und den anderen blühende Landschaften. Was kam waren verpasste Chancen, Fehler auf beiden Seiten und schließlich Entfremdung. Die einen fühlen sich ausgebeutet, die anderen abgehängt. Aber anstatt an einem gemeinsamen Konzept für die Zukunft zu arbeiten, stehen wir vor den Trümmern der Mauer, schauen uns an und zucken mit den Schultern.

Uns ist die Sprache abhanden gekommen, der Dialog über geplatzte Träume, falsche Versprechen, Enttäuschung, Verwundung und Ohnmachtsgefühle. Wenn die Worte fehlen übernehmen die Gefühle. Wut die in Hass umschlägt, auf Andersdenkende, Minderheiten und die, denen es noch schlechter geht. Gemeinschaftssinn der sich in Intoleranz verkehrt. Zurück bleiben traurige verwundete Seelen, die BLAU als einzige Alternative begreifen und ein überforderter Staatsapparat, der das zu selbstoptimierten Individuen zersplitterte Volk sich selbst überlässt.

Ich möchte uns auffordern die Scherben zusammenkehren und in einen Prozess der Erneuerung einzutreten. Das einig Land ist alternativlos, wenn wir uns den Herausforderungen der Zeit stellen wollen. Nicht kapitulieren vor der Monstrosität der Aufgabe, nicht denen hinterherlaufen, die vermeintlich einfache Lösungen für komplexe Probleme versprechen, nicht das Rad zurückdrehen wollen, weil Veränderung nur eine Richtung kennt: vorwärtsgewandt.
Lasst uns neue Wege finden um anzuknüpfen an ein Idealbild des Miteinanders, denn die Welt ist in einem Zustand in dem abzuwarten keine Option mehr ist.

Ich möchte in einem Deutschland leben das nicht in F@schos und Antif@ eingeteilt ist, sondern in Menschen mit Talenten und Passionen, Hoffnungen und Sehnsüchten, Visionen und Optionen. Lasst uns Formen des Dialogs finden, die wir selbst bestimmen.
Denn wir sind der Staat.
Die nachhaltigsten Veränderungen haben schon immer „von unten“ begonnen, weil eine Hand voll Menschen den Mut hatten, neue Wege zu denken.
Was wenn wir mutig sind und uns unabhängig von den Entscheidern in Bürgerforen zusammenfinden? Wenn wir an unserer gemeinsamen Zukunft schmieden und davon ausgehen, dass alles möglich ist.

Dann beginnt unsere Nationalhymne vielleicht irgendwann so:

Solidarität
Verantwortung und
Gestaltungswille

 

Titelbild mithilfe von Canva erstellt.
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